Was für ein Empfang

Nach fast fünf Wochen im Ausland war es heute richtig schön,
wieder über die deutsche Grenze zu fahren. Zwischen Swinemünde und Bansin gibt
es seit vorigem Jahr einen grenzüberschreitenden Ostsee-Boulevard. Und so
fuhren wir neben den flanierenden Menschen zurück ins Heimatland. Der Weg dahin
war allerdings mal wieder weiter – oder besser: länger – als gedacht…   Mit 127 Kilometern klang unsere Etappe nach Greifswald in Mecklenburg-Vorpommern sehr übersichtlich. Wir kamen sogar recht
gut los und waren um kurz vor 11 Uhr auf der Straße. Alles lief flüssig – bis zur Fähre über einen Kanal, noch auf polnischer Seite. Die  Blechlawine, die dort anstand, schien nicht enden zu wollen. Nach gut einer
Stunde Wartezeit arbeitete sich Nils bis nach vorne zu Fuß durch während
Annalena und ich alle paar Minuten das Gespann 100 Meter rollen ließen.

Er kam mit einer ernüchternden Rechnung zurück: Noch etwa 90
Autos vor uns, 30 passen auf die Fähre, die Fähre braucht mit Be- und Entladen
mindestens 15 Minuten. Er hatte allerdings auch beobachtet, dass einige Lkw
sich auf der linken Seite anstellten. Also fuhren wir unter den bösen Blicken
der Wartenden bis ganz nach vorne durch und machten uns mal kurzerhand zum Gefährt über 3,5 Tonnen. Es funktionierte! Erwischt haben wir dann allerdings
doch erst die zweite Fähre.

Über die Insel Usedom (zum Glück hatten wir dort nicht
gerade die Zeit erwischt, in der die Brücke für den Schiffsverkehr geöffnet
wird) ging es weiter bis nach Greifswald. Ankunft: 16 Uhr. Macht fünf Stunden
Fahrzeit für 127 Kilometer. Da ist man ja mit dem Rad fast schneller.

Doch wir wollen ja gar nicht meckern: Deutschland hat uns
mit einem Kaiserwetter empfangen. Mit 27 Grad haben wir dann auch unsere
Urlaubshöchsttemperatur erreicht. Die Ostsee, die hier gleich vor unserer Nase
liegt, ist eine ziemliche Badewanne. Allerdings leider so flach, dass darin
schwimmen kaum möglich ist. Zumindest nicht, ohne erstmal Kilometer weit zu
laufen.

Morgen testen wir mal die Bademöglichkeiten auf Rügen. Das
Wetter soll ja noch ein bisschen so bleiben. Man könnte fast meinen, es sei
Sommer!

One Thought on “Was für ein Empfang

  1. Iris & Frank on 24.07.2012 at 20:19 said:

    … schön, schön – hier alles ok. Heute ist die zweite Karte angekommen. Gute Fahrt
    Iris, Yannick & Frank

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