Oh Weg, wo bist Du?

Der Gauja-Nationalpark stand heute auf unserem
Besichtigungsprogramm. Und wir waren vorbereitet: Rucksack mit warmen Sachen
und Regenzeug sowie Proviant gepackt und sogar vorher einen Weg überlegt, den
wir entlang des Flusses Gaujas wandern wollten. Soweit so gut. Nach Sigulda,
dem Ort, an dem wir unsere Tour starten wollten, fanden wir noch problemlos.
Doch dann scheiterten wir bereits fast schon an der Suche nach dem
Informationszentrum, in dem wir uns eine detaillierte Karte holen wollten. Fast
eine Stunde verging mit diesem nervigen Umherirren. Die Karte, die wir
schließlich dort bekamen, war zudem wenig hilfreich. Nach einer vorgezogenen
Mittagsrast ging es dann endlich los. Ich habe es nicht gezählt, wie oft wir
einen Abzweig hineingegangen sind, um dann wieder umzukehren. Ich weiß nur
eins: Der Weg, den wir am Ende gegangen sind, steht mit Sicherheit in keinem
Reiseführer. Aber immerhin: Nach einer fast schon akrobatischen Kletterpartie
hinab ins Gaujatal (nach dem Regen seeeeehr matschig und rutschig) haben wir
zwei Hauptsehenswürdigkeiten dort abgehakt. Den Fluß selbst natürlich und zudem
die Sandfelsen. Sonstige Bilanz: Zwei müde Erwachsene, ein noch ziemlich fittes
Kleinkind (wurde ja auch die ganze Zeit getragen), ein ausgepowerter Hund,
durchschwitzte, matschige Klamotten, etwa ein Dutzend Insektenstichen und zum
Glück kein Zeckenbiss. Ach ja: Liebe Letten, stellt doch bitte ein paar
Wegweiser in Eurem schönen Nationalpark auf. Dann können auch mehr Leute die
Stellen sehen, die wirklich schön sind. Wäre doch zu schade sonst.

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>